Till Freitag Consulting

monday.com CRM als Alternative zu Zendesk Sell

5 min Lesezeit

Zendesk Sell wird eingestellt: Zeit für eine CRM-Alternative

Zendesk hat angekündigt, sein CRM-Produkt „Zendesk Sell“ zum 31. August 2027 endgültig einzustellen. Bestehende Kund:innen müssen ihre Daten bis dahin migrieren. Nach diesem Datum werden alle Daten dauerhaft gelöscht.

Ein Verbleib bei Zendesk Sell ist also keine Option. Betroffene Teams benötigen eine funktionale Alternative, die Vertriebsteams effizient unterstützt und möglichst reibungslos übernommen werden kann.

In der Praxis zeigt sich: Viele Unternehmen beginnen zu spät mit der Systemumstellung und geraten dann unter Zeitdruck. Dabei kann insbesondere die Datenmigration deutlich komplexer werden als erwartet.

monday.com CRM als beste Zendesk Sell Alternative im Vergleich

monday.com CRM ist besonders für Teams geeignet, die Flexibilität, Automatisierung und einfache Benutzerführung schätzen. Im Unterschied zu klassischen CRMs lässt sich monday CRM individuell anpassen – ohne Entwickler, ohne Code.

Gerade Unternehmen, die bereits monday für Projektmanagement oder andere Workflows einsetzen, profitieren von einer einheitlichen Plattform für Vertrieb, Marketing und Kundenservice.

Beispiel aus der Beratungspraxis: Ein mittelständischer Maschinenbauer aus Bayern hat innerhalb von vier Wochen seine komplette Vertriebssteuerung von Zendesk Sell auf monday CRM umgestellt – inklusive Angebotsverfolgung, Follow-up-Automatisierungen und Lead-Qualifizierung. Entscheidend war die enge Einbindung der Fachabteilung in die Konfiguration der Boards.

Was bietet monday.com CRM? Funktionen im Überblick

monday CRM ist Teil der Work OS-Plattform monday.com. Es bietet alle grundlegenden Funktionen eines modernen Vertriebs-CRM: Lead-Management, Pipeline-Tracking, E-Mail-Sync, Automatisierung, Reporting und Integrationen.

Darüber hinaus lassen sich Prozesse teamübergreifend abbilden – zum Beispiel Übergabe vom Vertrieb an das Customer Success-Team oder nahtlose Zusammenarbeit mit dem Marketing.

Typisches Praxisproblem: Viele CRMs sind entweder zu starr oder zu komplex. monday CRM schafft hier einen Mittelweg: Es ist flexibel genug für individuelle Prozesse, aber visuell so klar strukturiert, dass auch neue Teammitglieder schnell damit arbeiten können.

Feature-Vergleich: monday.com CRM vs. Zendesk Sell

Funktionsmatrix im direkten Vergleich

Funktion Zendesk Sell monday CRM
Lead-/Pipeline-Management
E-Mail-Integration ✅ (inkl. Tracking)
Automatisierung ⚠️ eingeschränkt ✅ unbegrenzt (je nach Plan)
Reports & Dashboards ⭘ Basic ✅ visuell & flexibel
Anpassbarkeit ⭘ begrenzt ✅ No-Code Boards
Erweiterbarkeit ⭘ API vorhanden ✅ viele Integrationen

Stärken von monday CRM im Vertriebsalltag

  • Flexible Workflows per Drag & Drop
  • Umfangreiche Automatisierungsregeln
  • Visuelle Dashboards und einfache Navigation
  • Möglichkeit zur Kombination mit Projekt- oder Service-Modulen

In der Praxis zeigt sich: Gerade bei heterogenen Teams (z. B. Vertrieb + Service) ist die modulare Struktur von monday ein Vorteil gegenüber Sell, das stark auf reine Sales-Prozesse fokussiert war.

Einschränkungen im Vergleich

  • Funktionen wie native Anrufprotokollierung oder Smart Lists fehlen
  • Vertriebsspezifische Features wie Sales Coaching oder Gebietsmanagement müssen ergänzt werden

Hinweis: Wer auf solche Features stark angewiesen ist, sollte prüfen, ob diese durch Apps (z. B. Aircall-Integration) oder Workarounds in monday abgebildet werden können.

Migration von Zendesk Sell zu monday.com CRM: Best Practices

1. Datenexport aus Zendesk Sell vorbereiten

Exportieren Sie frühzeitig alle Leads, Kontakte, Deals, Notizen und Aufgaben als CSV. Aktivitätsverläufe (z. B. E-Mails, Anrufe) müssen separat gesichert werden.

Warnung aus der Praxis: Viele Unternehmen verlieren wertvolle Verlaufsdaten, weil sie zu spät mit der Exportplanung beginnen. Exportlinks sind bei Zendesk zeitlich begrenzt gültig.

2. CRM-Felder abgleichen & Boards strukturieren

Legen Sie in monday CRM eigene Boards für Leads, Kontakte und Deals an. Verwenden Sie individuelle Felder für Pipelinestufen, Kontaktstatus und weitere CRM-Daten.

Tipp: Nutzen Sie monday-Vorlagen als Basis, aber passen Sie die Struktur an Ihre Realität an. In der Praxis funktionieren CRM-Boards am besten, wenn Vertriebsleitung und Fachabteilung gemeinsam die Felder definieren.

3. Testmigration durchführen

Importieren Sie beispielhafte Datensätze, um Feldzuweisungen und Automatisierungen zu testen. Optimieren Sie das Setup, bevor Sie produktiv umstellen.

In der Praxis zeigt sich: Testmigrationen helfen, unvollständige Feldzuweisungen oder unerwünschte Datenformate frühzeitig zu erkennen. Idealerweise wird ein separates Testboard für die Validierung eingerichtet.

4. Teams einbinden und schulen

Kommunizieren Sie frühzeitig, warum das neue System eingeführt wird. Schulen Sie Key User in der Board-Nutzung, E-Mail-Verknüpfung und Filterung. Nutzen Sie monday-eigene Onboarding-Vorlagen.

Praxisfehler: Wird das System nur technisch eingeführt, ohne Nutzer mitzunehmen, scheitert die Akzeptanz. Erfolgreiche Migrationen setzen auf transparente Kommunikation, interne Champions und kleine Pilotgruppen.

Hinweis in eigener Sache: Als spezialisierte monday.com und CRM-Beratung unterstützen wir Sie gerne bei der Migration von Zendesk Sell – sowohl konzeptionell als auch technisch. Ob Datenübernahme, Board-Design oder Automatisierungen: Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess.

monday CRM im Einsatz: Beispiele aus Vertrieb & Marketing

Typische Anwendungsbeispiele

  • Vertrieb: Automatische Lead-Zuteilung, Follow-ups, Forecast-Dashboards
  • Marketing: Kampagnenplanung, Lead-Nurturing
  • Service: Übergabe von Deals an Kundenbetreuung

Beispiel: Ein E-Commerce-Startup nutzt monday CRM für die komplette Lead-Pflege inklusive Facebook-Leads, automatisierter Erstkontakt-E-Mail und Follow-up-Tracking. Durch Automatisierung konnten pro Woche 6 Stunden manuelle Nachverfolgung eingespart werden.

Vorteile für Admins und Systemverantwortliche

  • Rollen und Rechte granular steuerbar
  • DSGVO-konformes Hosting (EU-Server)
  • Keine Entwickler notwendig für Anpassungen

monday.com CRM: Pro & Contra aus Entscheider-Sicht

Vorteil Einschränkung
Sehr flexible Workflows Komplexität bei Überkonfiguration
Einheitliche Plattform für mehrere Teams Kein dediziertes Sales-Coaching-Modul
Starke Automatisierung & Visualisierung Manche Funktionen erst in höheren Plänen

Praxisbeobachtung: Wer zu viele Boards oder Automatisierungen gleichzeitig aktiviert, verliert leicht den Überblick. In der Einführungsphase empfehlen sich schlanke MVP-Setups mit klarer Struktur.

Fazit: Für wen ist monday.com CRM die richtige Zendesk Sell Alternative?

Für Unternehmen, die ein flexibles, visuell starkes und automatisierbares CRM suchen, ist monday.com CRM eine geeignete Alternative zu Zendesk Sell.

  • Teams, die bereits monday.com nutzen
  • KMUs mit Bedarf an anpassbaren Vertriebsprozessen
  • Unternehmen mit Schnittstellen zu Projektmanagement oder Kundenservice

Konkrete Empfehlung: Beginnen Sie mit einem MVP (Minimal Viable Process), das die wichtigsten Verkaufsprozesse abbildet. Binden Sie frühzeitig Key User ein und planen Sie 1–2 Iterationen nach Go-Live ein.

Für klassische Sales-Use-Cases mit Fokus auf Telefonie und Coaching-Workflows sollte monday CRM individuell konfiguriert oder durch Zusatz-Tools ergänzt werden.

Der Umstieg erfordert Planung, ist aber durch das No-Code-Prinzip und gute Importfunktionen auch ohne IT-Team machbar.

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Till Freitag

Keinen Nerv für Bullshit-Tasks? Wir auch nicht.
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