Airtable vs. Supabase – Was passt wann besser?

    Airtable vs. Supabase – Was passt wann besser?

    Till FreitagTill Freitag25. Februar 20264 min read
    Till Freitag

    TL;DR: „Airtable ist das bessere Excel für Business-Teams. Supabase ist die Datenbank für Entwickler, die kein Firebase wollen. Beide sind großartig – aber für fundamental verschiedene Probleme."

    — Till Freitag

    Die kurze Antwort

    Airtable und Supabase werden oft in einem Atemzug genannt, weil beide „Daten speichern". Das ist ungefähr so, als würde man einen Lieferwagen mit einem Rennwagen vergleichen, weil beide vier Räder haben.

    Airtable ist eine Spreadsheet-Datenbank für Business-Teams. Denkt: Projekte tracken, Redaktionspläne pflegen, Inventar verwalten – ohne eine Zeile Code.

    Supabase ist eine Open-Source-Backend-Plattform für Entwickler. Denkt: PostgreSQL-Datenbank, Auth, Realtime, Storage – alles was ihr braucht, um eine App zu bauen.

    Die Frage ist nicht „Was ist besser?" sondern „Was brauche ich eigentlich?"

    Airtable im Detail

    Was Airtable richtig gut kann

    Airtable fühlt sich an wie Excel mit Superkräften. Ihr bekommt:

    • Visuelle Interfaces: Kanban, Kalender, Galerie, Gantt – alles eingebaut
    • Formulare: Daten einsammeln ohne eine Zeile Code
    • Automations: Wenn X passiert, mache Y – direkt in der Plattform
    • Verknüpfungen: Tabellen miteinander verbinden wie in einer echten Datenbank
    • Kollaboration: Euer Team arbeitet gleichzeitig in derselben Base

    Der Sweet Spot: Marketing-Teams, die Kampagnen tracken. Agenturen, die Kundenprojekte verwalten. Startups, die einen schnellen Prototypen für ihren Workflow brauchen.

    Wo Airtable an seine Grenzen stößt

    • 100.000 Rows pro Base – klingt viel, ist es nicht, wenn ihr ernsthaft skalieren wollt
    • Kein echtes Backend – ihr könnt keine App darauf bauen, die 10.000 User gleichzeitig bedient
    • Pricing wird teuer – Pro kostet 20 $/User/Monat, Enterprise noch mehr
    • Vendor Lock-in – eure Daten leben in Airtables Welt, Export ist limitiert
    • Performance – bei komplexen Views mit vielen Verknüpfungen wird es spürbar langsam

    Supabase im Detail

    Was Supabase richtig gut kann

    Supabase ist im Kern eine gehostete PostgreSQL-Datenbank mit Extras:

    • Echte SQL-Datenbank: PostgreSQL – der Goldstandard, unbegrenzt skalierbar
    • Auth out of the box: E-Mail, OAuth, Magic Links – alles eingebaut
    • Realtime: Live-Updates per WebSocket, ohne eigenen Server
    • Storage: Dateien hochladen und verwalten mit CDN
    • Edge Functions: Serverless Backend-Logik in TypeScript/Deno
    • Row Level Security: Granulare Zugriffsrechte direkt auf Datenbankebene

    Der Sweet Spot: Entwickler, die eine App bauen und kein Firebase wollen. Teams, die Open Source und Datensouveränität brauchen. Projekte, die von 10 auf 10.000 User skalieren müssen.

    Wo Supabase Hürden hat

    • Kein visuelles Interface – ohne Code seht ihr nur den Table Editor
    • Lernkurve – SQL, RLS-Policies, Migrations – das ist Developer-Territory
    • Self-Hosting ist aufwändig – ja, es geht, aber es ist kein Klick
    • Kein eingebautes Projektmanagement – Supabase verwaltet Daten, nicht Workflows

    Der direkte Vergleich

    Kriterium Airtable Supabase
    Zielgruppe Business-Teams, Ops, Marketing Entwickler, technische Teams
    Datenmodell Spreadsheet mit Relationen Echte relationale DB (PostgreSQL)
    Skalierung 100K Rows/Base Praktisch unbegrenzt
    Auth Nur über Interfaces Vollständiges Auth-System
    Echtzeit Limitiert WebSocket-basiert, nativ
    API REST (Rate-limitiert) REST + GraphQL + Realtime
    Preis (Team) ~20 $/User/Monat Free Tier + 25 $/Monat Pro
    Open Source Nein Ja (self-hostbar)
    No-Code ✅ Kernfeature ❌ Erfordert Code
    Vendor Lock-in Hoch Niedrig (PostgreSQL-Standard)

    Wann Airtable die bessere Wahl ist

    1. Euer Team schreibt keinen Code – und soll es auch nicht müssen
    2. Ihr braucht schnelle interne Tools – Redaktionsplan, CRM-Light, Inventar
    3. Visuelle Aufbereitung ist wichtig – Kanban, Kalender, Galerie-Views
    4. Kollaboration steht im Vordergrund – mehrere Teams, ein Tool
    5. Prototyping – ihr wollt eine Idee validieren, bevor ihr eine echte App baut

    Wann Supabase die bessere Wahl ist

    1. Ihr baut eine App – SaaS, Webapp, Mobile App mit echtem Backend
    2. Skalierung ist absehbar – mehr als 100K Datensätze, viele gleichzeitige User
    3. Auth und Zugriffsrechte sind kritisch – Multi-Tenant, Rollenbasiert
    4. Open Source / Datensouveränität – ihr wollt eure Daten kontrollieren
    5. Realtime-Features – Live-Dashboards, Chat, kollaborative Editing

    Der hybride Ansatz

    In der Praxis ist es kein Entweder-oder. Wir sehen bei unseren Kunden oft:

    • Airtable als Planungstool + Supabase als App-Backend – das Marketing plant in Airtable, die App läuft auf Supabase
    • Airtable als PrototypSupabase als Produktions-DB – Idee validieren, dann migrieren
    • Airtable + make.com + Supabase – Airtable als Business-Interface, make.com als Middleware, Supabase als Datenschicht

    Unser Fazit

    Airtable und Supabase sind keine Konkurrenten – sie lösen fundamental verschiedene Probleme.

    Airtable ist für Teams, die Daten organisieren, visualisieren und kollaborieren wollen – ohne Entwickler. Es ist das beste Tool in seiner Kategorie.

    Supabase ist für Entwickler, die ein vollständiges Backend brauchen – mit Auth, Realtime und einer echten Datenbank. Es ist die beste Open-Source-Alternative zu Firebase.

    Die richtige Frage ist: Baut ihr ein internes Workflow-Tool oder eine skalierbare Anwendung? Die Antwort darauf gibt euch die Antwort auf Airtable vs. Supabase.


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