Retail & E-Commerce: Omnichannel-Prozesse mit monday.com steuern

    Till FreitagTill Freitag28. Januar 20263 min read
    Till Freitag

    TL;DR: „Im Handel entscheidet nicht das beste Produkt, sondern der beste Prozess. Wer Filialen, Online-Shop und Lager nicht synchronisiert, verliert."

    — Till Freitag

    Der Handel hat ein Synchronisationsproblem

    Handelsunternehmen stehen unter einem einzigartigen Druck: Sie müssen gleichzeitig stationäre Filialen, Online-Shops, Marktplätze und Lager koordinieren – und das bei sinkenden Margen und steigenden Kundenerwartungen.

    Die Realität in vielen Handelsunternehmen: Filialleiter kommunizieren per WhatsApp mit der Zentrale, Sortimentsentscheidungen basieren auf Bauchgefühl statt Daten, und die Omnichannel-Strategie existiert als PowerPoint, nicht als Prozess.

    Die fünf größten Herausforderungen im Handel

    1. Filialsteuerung ohne Echtzeit-Überblick

    Wer 10, 50 oder 200 Filialen steuert, braucht standardisierte Prozesse und Echtzeit-Daten. Stattdessen: Excel-Reports, die am Montag für die Vorwoche erstellt werden. Probleme werden erkannt, wenn es zu spät ist.

    2. Sortimentsplanung als Silo

    Category Management, Einkauf, Marketing und Vertrieb arbeiten an der gleichen Frage – welche Produkte, zu welchem Preis, in welchem Kanal? – aber oft in getrennten Systemen. Sortimentsentscheidungen werden in Meetings getroffen und nicht nachverfolgbar dokumentiert.

    3. Kampagnen- und Aktionsplanung über alle Kanäle

    Eine Rabattaktion muss gleichzeitig im Online-Shop, in der App, auf dem POS-Display, im Schaufenster und im Newsletter live sein. Die Koordination läuft über E-Mail-Ketten – und regelmäßig geht etwas schief.

    4. Lieferanten-Koordination ohne Transparenz

    Hunderte Lieferanten, tausende Artikel, saisonale Schwankungen. Wer liefert pünktlich? Wer hat Qualitätsprobleme? Welche Artikel haben die beste Marge? Diese Daten existieren oft nur im ERP – unzugänglich für die, die Entscheidungen treffen müssen.

    5. Store-Rollouts und Umbauten

    Neue Filialen eröffnen, bestehende umbauen, Konzepte aktualisieren – jeder Rollout ist ein Projekt mit dutzenden Aufgaben, Beteiligten und Abhängigkeiten. Ohne Projektmanagement-System wird jeder Rollout zum Abenteuer.

    monday.com als Steuerungszentrale für den Handel

    Filial-Dashboard

    Ein zentrales Board mit allen Filialen und KPIs:

    • Umsatz (Ist vs. Plan, Vorjahr)
    • Personalbesetzung (Soll vs. Ist)
    • Offene Aufgaben pro Filiale
    • Aktionsstatus (welche Kampagnen sind live?)
    • Probleme und Eskalationen

    Regionaleiter und Geschäftsführung sehen auf einen Blick, wo es klemmt – ohne 20 Telefonate zu führen.

    Kampagnen-Pipeline

    Ein Board für alle geplanten Aktionen und Kampagnen:

    • Kampagnenname und Laufzeit
    • Kanäle (Filiale, Online, App, Newsletter, Social)
    • Status pro Kanal (Vorbereitung → Live → Auswertung)
    • Verantwortliche pro Kanal
    • Materialien (POS-Material, Banner, Newsletter-Text)
    • Ergebnis (Umsatzsteigerung, Conversion, Reichweite)

    Sortiments-Board

    Category Management mit Struktur:

    • Warengruppe und Saison
    • Lieferant und Einkaufskonditionen
    • Listungsentscheidung (Ja/Nein/Test) mit Begründung
    • Performance nach Listung (Absatz, Marge, Retourenquote)

    Store-Rollout-Tracker

    Für Neueröffnungen und Umbauten:

    • Projektphasen: Standortsuche → Mietvertrag → Planung → Umbau → Eröffnung
    • Checkliste pro Phase mit Verantwortlichen
    • Budget-Tracking (Plan vs. Ist)
    • Abhängigkeiten zwischen Gewerken

    Automatisierungen für den Handel

    • Neue Kampagne → Checkliste pro Kanal: Automatisch erstellt mit allen To-dos
    • Kampagnenstart in 7 Tagen → Statusabfrage: Alle Kanalverantwortlichen werden erinnert
    • Filialproblem gemeldet → Eskalation: Automatisches Routing an zuständigen Regionalleiter
    • Lieferant überfällig → Mahnung: Automatische Benachrichtigung an Einkauf
    • Wöchentlicher Filial-Report: KPIs automatisch aufbereitet für Geschäftsführung

    Integration mit bestehenden Systemen

    Der Handel lebt von seinen Systemen – ERP, Warenwirtschaft, Kassensystem, Online-Shop. monday.com ersetzt keines davon, sondern verbindet sie:

    • ERP-Daten (Umsatz, Bestand) via API oder Make synchronisiert
    • Online-Shop (Shopify, Shopware) – Kampagnenstatus und Produktdaten
    • Kommunikation (Slack, Teams) – Filial-Updates und Eskalationen
    • Reporting (Power BI, Looker) – Daten aus monday.com als Quelle

    Praxisbeispiel: Fashion-Retailer mit 35 Filialen

    Ein Modeeinzelhändler hat seine Kampagnen- und Filialsteuerung zentralisiert:

    • Kampagnen-Fehlerquote von 25 % auf unter 5 % gesenkt (falsche Preise, fehlende POS-Materialien)
    • Rollout-Dauer für neue Konzepte um 30 % verkürzt
    • Filialleiter-Zufriedenheit gestiegen – weniger Ad-hoc-Anfragen, klarere Prozesse
    • Sortimentsentscheidungen erstmals datenbasiert und nachverfolgbar

    Fazit: Prozesse sind der neue Wettbewerbsvorteil

    Im Handel gewinnt nicht, wer die besten Produkte hat – sondern wer sie am schnellsten und konsistentesten zum Kunden bringt. Über alle Kanäle, in allen Filialen, zur richtigen Zeit.

    monday.com ist dabei die Steuerungsebene zwischen ERP und Tagesgeschäft. Der Ort, an dem Entscheidungen getroffen, Kampagnen koordiniert und Filialen gesteuert werden – transparent, nachverfolgbar und skalierbar.

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