Datenimport in monday.com – 4 Wege, deine Daten sauber reinzubekommen

    Datenimport in monday.com – 4 Wege, deine Daten sauber reinzubekommen

    Till FreitagTill Freitag4. März 20265 min Lesezeit
    Till Freitag

    TL;DR: „Es gibt keinen 'besten' Importweg – nur den, der zu deiner Datenmenge, Frequenz und Team-Kompetenz passt."

    — Till Freitag

    Warum der Import-Weg entscheidend ist

    Bevor du monday.com produktiv nutzt, musst du eines lösen: Wie kommen die Daten rein? Ob Migration aus einem Alt-System, regelmäßiger Datenabgleich oder einmaliger Massenimport – der richtige Weg spart Stunden und verhindert Chaos.

    Wir sehen bei unseren Kunden vier Ansätze, die sich in Komplexität, Flexibilität und Automatisierungsgrad unterscheiden.

    Option 1: Excel/CSV-Import über das monday.com Interface

    Der einfachste Weg – direkt in monday.com eingebaut.

    So funktioniert's

    1. Board öffnen → „…" MenüImport
    2. Excel- oder CSV-Datei hochladen
    3. Spalten mappen (monday.com erkennt Spaltentypen automatisch)
    4. Import bestätigen

    Wann sinnvoll

    • Einmalige Migration aus einem Alt-System (Spreadsheet, altes CRM)
    • Kleine bis mittlere Datenmengen (bis ca. 5.000 Zeilen)
    • Kein technisches Know-how im Team nötig

    Grenzen

    • Keine Automatisierung – jeder Import ist Handarbeit
    • Duplikaterkennung muss manuell passieren
    • Komplexe Datenstrukturen (Verknüpfungen, Subitems) sind schwer abbildbar
    • Bei großen Dateien (>10.000 Zeilen) wird es langsam und fehleranfällig

    Tipp

    Bereite deine Datei vor dem Upload auf: Einheitliche Datumsformate, keine Leerzeilen, saubere Spaltennamen. Das spart dir 80 % der Nacharbeit.

    Option 2: Middleware-Import (make.com, Zapier, n8n)

    Middleware-Plattformen sind der Sweet Spot zwischen Flexibilität und Einfachheit.

    So funktioniert's

    Du baust ein Szenario (make.com) oder einen Zap (Zapier), das Daten aus einer Quelle liest und als Items in monday.com anlegt.

    Beispiel mit make.com:

    1. Trigger: Neue Zeile in Google Sheets
    2. Transformation: Felder mappen, Daten bereinigen
    3. Aktion: Item in monday.com Board erstellen

    Wann sinnvoll

    • Regelmäßige Imports aus externen Quellen (CRM, Formulare, Datenbanken)
    • Daten-Transformation nötig (Felder umbennen, Werte konvertieren)
    • Bidirektionaler Sync gewünscht (monday ↔ anderes System)

    Stärken

    • Visueller Builder – kein Code nötig
    • Fehlerbehandlung und Retry-Logik eingebaut
    • Scheduling (stündlich, täglich, bei Trigger)
    • Hunderte vorgefertigte Konnektoren

    Grenzen

    • Kosten pro Operation (bei make.com ab 10.000 Ops/Monat relevant)
    • Rate Limits bei großen Datenmengen
    • Komplexe Logik wird in visuellen Buildern schnell unübersichtlich

    Option 3: Custom Import-Skripte via monday.com API

    Für Teams mit Dev-Kapazität oder technisch versierte Power-User.

    So funktioniert's

    Die monday.com API ist GraphQL-basiert. Ein typisches Import-Skript:

    // Beispiel: Items per API erstellen
    const mutation = `
      mutation {
        create_item (
          board_id: 123456789,
          item_name: "Neuer Kunde",
          column_values: "{\"status\": {\"label\": \"Neu\"}, \"text\": \"Kontaktdaten\"}"
        ) {
          id
        }
      }
    `;

    Wann sinnvoll

    • Massenimport (10.000+ Datensätze)
    • Komplexe Datenstrukturen (Subitems, Verknüpfungen, Dateien)
    • Einmalige Migration aus Datenbanken oder APIs
    • Volle Kontrolle über Fehlerbehandlung und Logging

    Best Practices

    1. Batch-Verarbeitung: Nicht jede Zeile einzeln, sondern in Blöcken von 50–100
    2. Rate Limiting beachten: monday.com erlaubt ~5.000 API-Calls/Minute
    3. Fehlerprotokoll führen: Welche Zeilen fehlgeschlagen sind und warum
    4. Dry Run: Erst 10 Datensätze testen, dann den Rest

    Grenzen

    • Braucht Entwicklungs-Know-how (JavaScript/Python)
    • Wartungsaufwand bei API-Änderungen
    • Kein visuelles Monitoring (muss selbst gebaut werden)

    Option 4: Automatisierter Import via Google Drive & Cloud – Der Till Freitag Approach

    Unser bevorzugter Ansatz für wiederkehrende Imports: Pragmatisch, schnell und sicher.

    Das Prinzip

    1. Google Drive als Datalake – Der zentrale Ursprung eurer Rohdaten: CSV, Excel oder JSON landen in einem definierten Google Drive Ordner
    2. Google Cloud Function als Trigger – Erkennt neue Dateien automatisch
    3. Validierung & Transformation – Daten werden geprüft, formatiert, konvertiert und auf Wunsch angereichert (das geht auch hervorragend per KI)
    4. monday.com API – Saubere Items werden ins Board geschrieben
    5. Logging & Benachrichtigung – Erfolg/Fehler per Slack oder E-Mail

    Warum dieser Ansatz?

    Aspekt Vorteil
    Einfach Google Drive kennt jeder – keine neue Plattform nötig
    Skalierbar Cloud Functions verarbeiten auch 100.000+ Zeilen
    Sicher Daten bleiben in eurem Google Workspace (DSGVO-konform)
    Automatisch Datei ablegen = Import startet
    Nachvollziehbar Jeder Import wird geloggt

    Typischer Anwendungsfall

    Ein Vertriebsteam bekommt wöchentlich eine Lead-Liste als Excel vom Marketing. Bisher: Manueller Import, 45 Minuten, fehleranfällig.

    Mit dem Google Drive Approach:

    • Marketing legt die Datei in den vereinbarten Ordner
    • Cloud Function erkennt die neue Datei, validiert die Daten
    • Leads werden automatisch in monday.com CRM angelegt
    • Duplikate werden erkannt und gemergt
    • Team bekommt eine Slack-Nachricht: „47 neue Leads importiert, 3 Duplikate gemergt"

    Anwendungsfall 2: Legacy-ERP ohne moderne Schnittstelle

    Ein Vertriebsteam arbeitet mit einem alten ERP-System, das Daten nur als Excel-Datei exportieren kann – keine API, kein Webhook, keine direkte Integration möglich.

    Mit dem Google Drive Approach:

    • ERP-Export wird (manuell oder automatisiert) in den Google Drive Ordner abgelegt
    • Cloud Function erkennt die Datei, parst die Excel-Struktur und validiert die Daten
    • Relevante Datensätze werden transformiert und als Items in monday.com angelegt
    • Fehlerhafte Zeilen werden geloggt, das Team wird benachrichtigt

    So wird selbst ein Altsystem ohne API sauber an monday.com angebunden – ohne manuelles Copy-Paste.

    Wann sinnvoll

    • Wiederkehrende Imports (wöchentlich, monatlich)
    • Nicht-technische Datenlieferanten (Marketing, Vertrieb, externe Partner)
    • Bereits im Google Workspace unterwegs
    • Audit-Trail wichtig (wer hat wann was importiert)

    Vergleich: Welcher Weg für welchen Fall?

    Kriterium Excel/CSV Middleware Custom Skript Google Drive Approach
    Einmaliger Import ✅ Ideal ⚠️ Overkill ✅ Bei Masse ⚠️ Overkill
    Regelmäßiger Import ❌ Manuell ✅ Ideal ✅ Möglich ✅ Ideal
    Datenvolumen Bis 5k Bis 50k Unbegrenzt Unbegrenzt
    Technisches Know-how Keins Wenig Viel Mittel (Setup)
    Kosten Keine Pro Operation Entwicklung Google Cloud (minimal)
    Fehlerbehandlung Manuell Eingebaut Selbst gebaut Eingebaut
    DSGVO-Konformität ⚠️ Prüfen ✅ Google Workspace

    Entscheidungshilfe

    Stellt euch drei Fragen:

    1. Wie oft? Einmalig → Excel. Regelmäßig → Middleware oder Google Drive.
    2. Wie viel? Unter 5.000 Zeilen → Excel oder Middleware. Darüber → API oder Cloud.
    3. Wer macht's? Nicht-Techniker → Excel oder Google Drive. Dev-Team → Custom Skript.

    Fazit

    Es gibt keinen universell besten Weg, Daten in monday.com zu importieren. Der Excel-Import ist perfekt für den schnellen Start, Middleware-Lösungen decken 80 % der Automatisierungsfälle ab, Custom Skripte geben volle Kontrolle, und der Google Drive Approach verbindet Einfachheit mit Automatisierung.

    Wichtig ist: Plant den Import, bevor ihr loslegt. Ein sauberer Datenimport spart euch Wochen an Nacharbeit.

    Wir unterstützen euch beim Setup und der Organisation eures Datenflusses – von der Quelle bis ins monday.com Board.

    → Import-Strategie besprechen

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