Work Management in Kanzleien & Beratungen: Mandanten, Akten, Fristen

    Till FreitagTill Freitag6. Februar 20263 min Lesezeit
    Till Freitag

    TL;DR: „Eure Mandanten bezahlen euch für Expertise, nicht für Verwaltung. Je weniger Zeit ihr mit Admin verbringt, desto mehr Wert schafft ihr."

    — Till Freitag

    Warum Kanzleien und Beratungen ein Organisationsproblem haben

    Kanzleien, Steuerberatungen und Unternehmensberatungen haben eines gemeinsam: Ihr Geschäftsmodell basiert auf Wissen und Zeit. Jede Stunde, die in Verwaltung fließt, ist eine Stunde, die nicht für Mandanten genutzt wird.

    Trotzdem arbeiten viele Professional-Services-Unternehmen noch mit einer Kombination aus Outlook, Excel und branchenspezifischer Software, die zwar Rechnungen schreibt, aber keine Projekte steuert. Das Ergebnis: Fristenmanagement per Kalender, Mandantenübersicht per Excel, Wissensmanagement per „Frag den Partner".

    Die fünf größten Zeitfresser

    1. Fristenkontrolle als Hochrisiko-Thema

    Verpasste Fristen können in Kanzleien existenzbedrohend sein. Steuerliche Einspruchsfristen, gerichtliche Klagefristen, regulatorische Meldepflichten – all das wird oft manuell in Outlook-Kalendern gepflegt. Wenn ein Anwalt krank wird oder die Kanzlei verlässt, gehen Fristen verloren.

    2. Mandantenverwaltung über mehrere Systeme

    Die Stammdaten liegen im Kanzlei-System, die aktuelle Kommunikation in Outlook, die Projektübersicht in Excel und die Dokumente auf dem Server. Um den aktuellen Stand eines Mandats zu kennen, müssen drei bis vier Systeme geöffnet werden.

    3. Wissensmanagement existiert nicht

    Ein Kollege hat vor zwei Jahren einen ähnlichen Fall bearbeitet – aber wie findet man diese Informationen? In den meisten Kanzleien: gar nicht. Wissen lebt in den Köpfen einzelner Personen und geht verloren, wenn sie das Unternehmen verlassen.

    4. Kapazitätsplanung ist Bauchgefühl

    Wer hat gerade Kapazitäten für ein neues Mandat? Welcher Berater ist überlastet? In den meisten Kanzleien wird das per Zuruf gelöst – was dazu führt, dass einige Mitarbeiter permanent überlastet sind, während andere Leerlauf haben.

    5. Reporting für Partner ist manuell

    Umsatz pro Partner, Auslastung pro Team, offene Mandate pro Rechtsgebiet – diese Informationen werden quartalsweise manuell zusammengestellt, statt in Echtzeit verfügbar zu sein.

    Wie monday.com Professional Services organisiert

    Mandanten-Board als zentrales CRM

    Ein Board pro Rechtsgebiet oder Beratungsbereich mit allen aktiven Mandaten:

    • Mandant mit Kontaktdaten und Verantwortlichem
    • Aktueller Status (Erstgespräch → Angebot → Aktiv → Abgeschlossen)
    • Nächste Frist mit automatischer Erinnerung
    • Honorarvolumen und Abrechnungsstatus
    • Dokumente und Gesprächsnotizen

    Fristen-Management mit Eskalationslogik

    Ein dediziertes Fristen-Board mit mehrstufigem Alarm:

    1. 30 Tage vor Frist: Erinnerung an den verantwortlichen Anwalt/Berater
    2. 14 Tage vor Frist: Erinnerung an den Partner
    3. 7 Tage vor Frist: Eskalation an die Kanzleileitung
    4. Frist abgelaufen: Sofortige Benachrichtigung aller Beteiligten

    Fristen werden nicht mehr vergessen – unabhängig davon, wer krank, im Urlaub oder ausgeschieden ist.

    Wissens-Datenbank aus Fallbeispielen

    Abgeschlossene Mandate werden strukturiert archiviert:

    • Rechtsgebiet / Beratungsthema
    • Problemstellung und Lösung
    • Verwendete Argumentationen / Strategien
    • Ergebnis und Lessons Learned

    Neue Mandate werden gegen diese Datenbank geprüft: „Haben wir so etwas schon mal gemacht?" Die Antwort dauert Sekunden statt Tage.

    Kapazitätsplanung und Auslastung

    Eine Übersicht zeigt in Echtzeit:

    • Auslastung pro Person (Soll vs. Ist-Stunden)
    • Verfügbare Kapazitäten für neue Mandate
    • Projekt-Pipeline mit geschätztem Aufwand

    Neue Mandate werden datenbasiert zugewiesen, nicht nach Bauchgefühl.

    Automatisierungen für Kanzleien

    • Neues Mandat → Checkliste: Vollmacht, Erstgespräch, Akte anlegen, Fristenkontrolle einrichten
    • Frist nähert sich → Mehrstufige Eskalation: Automatisch, zuverlässig, personenunabhängig
    • Mandat abgeschlossen → Wissens-Archivierung: Automatische Aufforderung, Learnings zu dokumentieren
    • Monatsende → Partner-Report: Umsatz, Auslastung und Pipeline automatisch aufbereitet

    Datenschutz und Vertraulichkeit

    Ein berechtigter Einwand: Mandantendaten sind besonders sensibel. monday.com bietet Enterprise-Grade-Sicherheit mit:

    • ISO 27001 und SOC 2 Type II Zertifizierung
    • Verschlüsselung in Transit und at Rest
    • Granulare Berechtigungen: Nicht jeder Mitarbeiter sieht jedes Mandat
    • Audit-Trail: Wer hat wann auf welche Daten zugegriffen?
    • EU-Rechenzentrum verfügbar (Frankfurt)

    Fazit: Mehr Zeit für das, was zählt

    Kanzleien und Beratungen verkaufen Expertise und Ergebnisse. Je weniger Zeit in Verwaltung, Suche und Koordination fließt, desto mehr Wert entsteht für Mandanten – und desto höher ist die Profitabilität.

    monday.com ersetzt keine Kanzlei-Software für DATEV-Schnittstellen oder Gerichtskommunikation. Aber es schließt die Lücke zwischen Fachsoftware und täglicher Projektarbeit – und genau da entsteht der größte Effizienzgewinn.

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