
monday docs: Alles über Workdocs – Features, Vergleich & Praxistipps
TL;DR: „monday docs bringen Dokumentation und Projektarbeit zusammen – kein Tool-Wechsel mehr zwischen Wiki und Board."
— Till FreitagWas sind monday docs?
monday docs (offiziell: Workdocs) sind das integrierte Dokumentations-Tool innerhalb der monday.com Plattform. Im Gegensatz zu klassischen Dokumenten leben sie nicht isoliert in einem Ordner, sondern sind direkt mit Boards, Items und Workflows verbunden.
Das bedeutet: Ihr dokumentiert nicht über eure Arbeit – ihr dokumentiert in eurer Arbeit.
Teil 1: Features im Überblick
Rich-Text-Editor mit Blöcken
monday docs nutzen ein blockbasiertes System. Jeder Absatz, jede Überschrift, jede Liste ist ein eigener Block, den ihr verschieben, duplizieren oder transformieren könnt.
Verfügbare Blocktypen:
- Text & Überschriften – Standard-Formatierung mit H1–H3
- Checklisten – Aufgaben direkt im Dokument abhaken
- Tabellen – Strukturierte Daten ohne Board
- Code-Blöcke – Syntax-Highlighting für technische Dokumentation
- Trennlinien & Callouts – Visuelle Struktur
- Bilder & Videos – Medien direkt einbetten
- Embeds – YouTube, Figma, Miro und mehr
Board-Widgets: Das Killer-Feature
Was monday docs von jedem anderen Dokumenten-Tool unterscheidet: Ihr könnt live Board-Daten direkt ins Dokument einbetten.
- Board-Widget – Zeigt eine gefilterte Ansicht eures Boards inline an
- Dashboard-Widget – Diagramme und KPIs direkt im Dokument
- Item-Verknüpfungen – Referenziert einzelne Items als Live-Links
Das ist kein Screenshot – die Daten aktualisieren sich in Echtzeit. Euer Meeting-Protokoll zeigt immer den aktuellen Projektstatus.
Echtzeit-Zusammenarbeit
- Simultanes Bearbeiten – Mehrere Personen gleichzeitig im selben Dokument
- Cursor-Sichtbarkeit – Ihr seht, wo andere gerade schreiben
- Kommentare & Erwähnungen – @-Mentions mit Benachrichtigung
- Versionshistorie – Jede Änderung nachvollziehbar
Struktur & Organisation
- Inhaltsverzeichnis – Automatisch generiert aus euren Überschriften
- Verschachtelte Seiten – Docs können Unter-Docs enthalten (Wiki-Struktur)
- Ordner – Docs in Workspaces und Ordnern organisieren
- Suche – Volltextsuche über alle Dokumente
- Favoriten & Zuletzt verwendet – Schneller Zugriff auf wichtige Docs
AI-Features in monday docs
Seit 2025 sind AI-Funktionen direkt in Workdocs integriert:
- Sidekick-Integration – Fragt Sidekick direkt im Dokument nach Zusammenfassungen, Umformulierungen oder Ideen
- AI-generierte Inhalte – Lasst euch Entwürfe, Agenden oder Zusammenfassungen erstellen
- Übersetzungen – Dokumente in andere Sprachen übersetzen
Teil 2: monday docs vs. Notion vs. Confluence
Kurzvergleich
| Feature | monday docs | Notion | Confluence |
|---|---|---|---|
| Blockbasierter Editor | ✅ | ✅ | ✅ (seit 2024) |
| Echtzeit-Zusammenarbeit | ✅ | ✅ | ✅ |
| Board/Projekt-Integration | ✅ Nativ | ⚠️ Nur eigene DBs | ⚠️ Nur via Jira |
| Datenbank-Verknüpfung | ✅ Board-Widgets | ✅ Inline-Datenbanken | ❌ |
| Wiki-Struktur | ✅ Verschachtelt | ✅ Hervorragend | ✅ Space-basiert |
| Templates | ✅ | ✅ Umfangreich | ✅ Umfangreich |
| API & Automation | ✅ Workflows | ✅ API | ✅ Forge Apps |
| AI-Features | ✅ Sidekick | ✅ Notion AI | ✅ Atlassian Intelligence |
| Standalone nutzbar | ❌ Teil von monday | ✅ | ✅ |
| Preis | Im monday-Plan | Ab $10/User/Mo | Ab $5.75/User/Mo |
Wann monday docs die richtige Wahl sind
Wählt monday docs, wenn:
- Ihr bereits monday.com als Arbeitsplattform nutzt
- Dokumentation direkt an Projekte, Boards und Items geknüpft sein soll
- Meeting-Protokolle, Projektpläne und SOPs „leben" sollen statt statisch zu verstauben
- Euer Team nicht noch ein Tool will
Wählt Notion, wenn:
- Ihr ein reines Wissensmanagement-Tool sucht – unabhängig von Projektmanagement
- Komplexe, verschachtelte Datenbanken eure Kernbraucht sind
- Notion als zentrales Betriebssystem dienen soll
Wählt Confluence, wenn:
- Ihr im Atlassian-Ökosystem (Jira, Bitbucket) arbeitet
- Enterprise-Compliance und Governance im Vordergrund stehen
- Umfangreiche technische Dokumentation für Dev-Teams nötig ist
Der entscheidende Unterschied
Notion und Confluence sind Dokumenten-First-Tools – sie machen Dokumente gut und versuchen dann, Projektarbeit drum herum zu bauen.
monday docs ist ein Arbeit-First-Tool – die Projektarbeit ist das Fundament, und die Dokumentation wächst organisch daraus hervor.
Teil 3: Praxistipps & Best Practices
1. Meeting-Protokolle mit Board-Widgets
Erstellt für jedes wiederkehrende Meeting ein monday doc mit:
- Agenda-Checkliste oben
- Board-Widget mit offenen Tasks des Teams (gefiltert)
- Entscheidungslog als Tabelle
So kommt ihr ins Meeting mit aktuellem Kontext und geht raus mit klaren Action Items – direkt im Board.
2. Projekt-Wiki aufbauen
Nutzt verschachtelte Docs für eure Projektdokumentation:
📄 Projekt Alpha
├── 📄 Projektsteckbrief
├── 📄 Technische Architektur
├── 📄 Entscheidungslog
└── 📄 RetrospektivenTipp: Verlinkt das übergeordnete Doc direkt in eurem Projekt-Board als Item-Update oder als Bookmark.
3. SOPs und Prozessdokumentation
Standard Operating Procedures leben in monday docs besonders gut, weil:
- Checklisten sicherstellen, dass jeder Schritt abgehakt wird
- Board-Widgets den aktuellen Status des zugehörigen Prozess-Boards zeigen
- Versionshistorie nachweist, wann die SOP zuletzt aktualisiert wurde
4. Onboarding-Dokumente
Erstellt ein Onboarding-Doc mit:
- Willkommensnachricht und Teamvorstellung
- Checkliste: „Deine ersten 30 Tage"
- Eingebettetes Board-Widget: Onboarding-Tasks mit Fälligkeitsdaten
- Links zu relevanten Boards und Workspaces
5. Templates nutzen und erstellen
monday bietet Standard-Templates für Docs – aber erstellt eure eigenen:
- Baut ein Doc mit eurer gewünschten Struktur
- Speichert es als Template
- Das Team erstellt neue Docs immer auf Basis dieses Templates
Das sichert Konsistenz, ohne kreative Freiheit einzuschränken.
6. AI sinnvoll einsetzen
- Zusammenfassungen – Lasst Sidekick lange Meeting-Notes zusammenfassen
- Action Items extrahieren – AI identifiziert nächste Schritte aus Freitext
- Tonalität anpassen – Technische Notizen in kundenfreundliche Sprache umschreiben
Einschränkungen: Was monday docs (noch) nicht kann
Fairerweise – es gibt Grenzen:
- Kein Offline-Modus – Ohne Internet kein Zugriff
- Kein Export als PDF – Nur über Umwege (Drucken → PDF)
- Begrenzte Formatierung – Weniger flexibel als Notion bei komplexen Layouts
- Kein öffentliches Publishing – Docs sind nur für monday-Nutzer sichtbar (ohne Drittanbieter-Apps)
- Keine echten Datenbanken im Doc – Board-Widgets sind read-only, kein Inline-Editing
Fazit
monday docs sind kein Notion-Killer – und das ist auch nicht der Anspruch. Sie sind das fehlende Puzzlestück für Teams, die bereits auf monday.com arbeiten und ihre Dokumentation nicht in einem separaten Tool pflegen wollen.
Die Stärke liegt in der nahtlosen Integration: Dokumente, die nicht nur beschreiben, was passiert, sondern es in Echtzeit zeigen. Das macht den Unterschied zwischen einer statischen Wiki-Seite und einer lebendigen Projektdokumentation.
Unser Tipp: Startet mit Meeting-Protokollen. Das ist der Use Case mit dem schnellsten ROI – und sobald euer Team die Board-Widgets im Dokument entdeckt, gibt es kein Zurück mehr.
Du willst monday docs in deinem Team einführen? Buche eine kostenlose Beratung – wir zeigen dir, wie du Dokumentation und Projektarbeit nahtlos verbindest.









