Zeiterfassung in monday.com: Der ultimative Guide 2026

    Zeiterfassung in monday.com: Der ultimative Guide 2026

    Till FreitagTill Freitag26. Februar 20269 min LesezeitDeep Dive
    Till Freitag

    TL;DR: „Die native Time-Tracking-Spalte reicht für einfache Fälle. Für Abrechnung, Budgets und Multi-User-Tracking brauchst du eine Marketplace-App – und mit monday Vibe kannst du dir jetzt auch eine maßgeschneiderte Lösung bauen."

    — Till Freitag

    Warum Zeiterfassung in monday.com ein Thema ist

    Die meisten Teams starten mit monday.com für Projektmanagement – und irgendwann kommt die Frage: „Können wir hier auch Zeiten erfassen?" Die Antwort ist: Ja, aber es kommt drauf an.

    monday.com bietet eine native Time-Tracking-Spalte, aber die hat Grenzen. Es gibt Marketplace-Apps, die deutlich mehr können. Und seit Kurzem gibt es mit monday Vibe sogar die Möglichkeit, sich eine komplett eigene Lösung zu bauen.

    Dieser Guide gibt dir den kompletten Überblick – ohne Marketing-Sprech, mit ehrlichen Bewertungen und einer klaren Empfehlung am Ende.

    Native Zeiterfassung: Die Time-Tracking-Spalte

    monday.com hat eine eingebaute Zeiterfassungsfunktion – die Time-Tracking-Spalte. Sie kann manuell zu jedem Board hinzugefügt werden und funktioniert per Start/Stopp-Timer.

    Wichtig: Die Spalte ist nur im Pro- und Enterprise-Plan verfügbar. In Basic und Standard gibt es keine Zeiterfassung.

    So funktioniert's

    In jedem Board-Item kannst du per Klick auf den Play-Button die Zeitnahme starten. Pausen, manuelles Nachtragen und Editieren sind möglich. Alle Intervalle werden in einem Zeitprotokoll gespeichert – bearbeitete Einträge werden rot markiert.

    Subitems: Die Spalte lässt sich auch in Unteraufgaben nutzen, muss aber pro Subitem-Gruppe separat hinzugefügt werden – keine automatische Vererbung. Optional kann eine Summenanzeige im übergeordneten Item aktiviert werden.

    Anzeige: Wählbar zwischen Sekunden und Minuten (Sekunden sind Default). Auf Dashboards gibt es ein Time-Tracking-Widget, das Board-übergreifend Zeiten nach Person und Projekt visualisiert.

    Export: Alle Zeitdaten können nach Excel exportiert werden – pro Eintrag mit Item-Name, Nutzer und Gesamtstunden. Damit lassen sich externe Berichte oder Abrechnungen erstellen.

    Automatisierungen

    Im Pro-Paket können Timer automatisch gestartet oder gestoppt werden – z.B. „Wenn Status zu 'In Arbeit' wechselt, starte Zeiterfassung". In der Praxis funktioniert das allerdings nur bei linearen Workflows zuverlässig. Wenn Nutzer zwischen Aufgaben springen oder parallel arbeiten, wird's chaotisch.

    Was gut ist

    • Direkt integriert – kein zusätzliches Tool, Timer direkt in der Aufgabe
    • Intuitiv – Start/Stopp per Knopfdruck
    • Subitems + Summen – auch für Unteraufgaben nutzbar
    • Formel-Auswertung – z.B. SUM({Time Tracking#Hours}) oder ROUND(MULTIPLY({Time Tracking#Hours},{Stundensatz}),2) für Kostenberechnung
    • Dashboard-Widgets – schneller Management-Überblick
    • Mobil nutzbar – Timer auch über die Monday-App

    Was nicht geht

    • Nur ab Pro-Plan – ca. 19–24 USD pro Sitzplatz/Monat, alle Nutzer zahlen mit
    • Kein Multi-User-Tracking – pro Item kann nur ein Timer gleichzeitig laufen. Bei Teamarbeit müssen andere manuell nachtragen
    • Keine automatischen Summen – Gesamtzeiten nur über Formeln oder Widgets, nicht nativ
    • Einfache Reports – keine Budgets, Soll-Ist-Vergleiche, Stundensatz-Abrechnungen oder Profitabilitätsanalysen
    • Manuelle Einrichtung – keine globale Aktivierung, Spalte muss auf jedem Board einzeln hinzugefügt werden
    • Keine Arbeitszeiterfassung – kein 8-Stunden-Tag, keine Pausenzeiten, kein Arbeitszeitkalender

    Fazit: Für einfache interne Erfassung ausreichend. Sobald Abrechnung, Multi-User-Tracking oder tiefere Reports gebraucht werden, braucht ihr mehr.

    Marketplace-Apps: Die Alternativen im Überblick

    Neben der nativen Lösung gibt es Apps im monday Marketplace und externe Tools, die sich mit monday.com verbinden. Einige laufen direkt eingebettet in monday, andere als eigenständige Dienste mit Browser-Extension.

    Tracket (von Avisi)

    Tracket ist die populärste Zeiterfassungs-App direkt im monday Marketplace. Sie läuft komplett innerhalb von monday – kein Tab-Wechsel, kein externes Tool.

    Kernfeatures:

    • Timesheets pro Nutzer (täglich/wöchentlich)
    • Genehmigungs-Workflow für Stundenzettel
    • Custom Fields für Zeiteinträge
    • Outlook/Google Calendar-Integration (Termine → Zeitbuchung)
    • Automationen zur Übernahme von Stunden in Zahlenspalten

    Pricing: Gestaffelt nach Account-Größe – bis 10 Nutzer ca. $60/Monat (monatlich) oder $49/Monat (jährlich). Entspricht ~$5–6 pro aktivem Nutzer.

    Ideal für: monday-Kunden, die professionellere Zeiterfassung wollen, ohne monday zu verlassen. Besonders Agenturen und Beratungen mit Stundenzettel-Freigaben.

    Clockify

    Clockify ist der Preisbrecher: Kostenlos für unbegrenzte Nutzer und Projekte in der Basisversion.

    Kernfeatures:

    • Timer & manuelle Einträge via Browser-Extension
    • Reports, Dashboards, Export (Excel, PDF)
    • Optional: Kiosk-Modus, Urlaubsverwaltung (in höheren Plänen)
    • Browser-Extension für 50+ Webapps (Monday, Trello, Jira, etc.)
    • Daten-Hosting wählbar (EU/US) für DSGVO-Compliance

    Pricing: Free: $0 | Basic: $3.99/User | Standard: $5.49/User | Pro: $7.99/User | Enterprise: $11.99/User (monatlich).

    Ideal für: Budgetbewusste Teams mit heterogener Tool-Landschaft. Weniger geeignet, wenn Zeiten direkt in monday sichtbar sein sollen.

    Everhour

    Everhour integriert sich tief in monday – der Timer erscheint direkt in der Oberfläche via Browser-Extension.

    Kernfeatures:

    • Erweiterte Reports: Projekte, Mitarbeiter, Profitabilität
    • Budgeting & Alerts, Soll-Ist-Vergleich pro Task/Projekt
    • Invoice & Billing: Rechnungen direkt aus Stunden erstellen
    • Multi-Tool-Sync: Konsolidiert Zeiten aus Monday, Asana, Jira, ClickUp, Notion
    • Native Verbindungen zu QuickBooks und Xero

    Pricing: $10/User/Monat (monatlich) bzw. $8.50 (jährlich). Nur trackende Nutzer zählen – Viewer sind kostenlos.

    Ideal für: Agenturen mit Budgetkontrolle und Rechnungsstellung. Das „nur Tracker zahlen"-Modell ist ein echter Vorteil für größere Teams.

    TMetric

    TMetric bietet viel Funktionalität für wenig Geld – ein EU-Anbieter mit DSGVO-Fokus.

    Kernfeatures:

    • Timer-Button in monday (und 50+ anderen Apps)
    • Umfangreiche Auswertungen mit Graphen und Export
    • Budgets, Stundensätze, automatische Rechnungsstellung
    • Urlaubs-/Abwesenheitsverwaltung, Sollzeit vs. Ist, Überstundenreport
    • Desktop & Mobile Apps, EU-Hosting möglich

    Pricing: Free: $0 (max 5 User) | Professional: $5/User/Monat | Business: $7/User/Monat.

    Ideal für: Teams mit anspruchsvoller Zeiterfassung und begrenztem Budget. TMetric als zentraler Hub für Arbeitszeit, Urlaub und Auswertung.

    7pace Timetracker

    7pace kommt ursprünglich aus der Azure DevOps-Welt und bietet seit Kurzem auch eine native monday.com-App im Marketplace.

    Kernfeatures:

    • Integrierter Timer direkt in monday-Items
    • Timesheet-Ansichten (täglich/wöchentlich/monatlich)
    • Detaillierte Reports und Auswertungen
    • Workload-Übersichten pro Team und Projekt
    • Auch für Azure DevOps und Jira verfügbar

    Pricing: Ab ca. $12/Monat für 3 Nutzer (monday.com-Version). Azure DevOps: $8/User/Monat.

    Ideal für: Teams, die bereits 7pace aus dem Azure DevOps-Ökosystem kennen und eine einheitliche Zeiterfassung über mehrere Plattformen wollen. Die monday-Integration ist noch relativ jung – der Feature-Umfang wächst.

    Harvest

    Harvest ist der Klassiker für billable hours und Kundenabrechnung.

    Kernfeatures:

    • Zeiterfassung mit Fokus auf abrechenbare Stunden
    • Expense Tracking: Spesen dem Projekt hinzufügen
    • Invoices & Payments: Direkt aus Stunden Rechnungen erstellen
    • Timesheet Approval für interne Freigabe
    • Integrationen: Asana, Trello, Jira, Slack, QuickBooks, Xero, Stripe, PayPal

    Pricing: Free: $0 (1 User, 2 Projekte) | Pro: $12/User/Monat (unbegrenzt).

    Ideal für: Agenturen und Freelancer, die den kompletten Workflow von Zeiterfassung → Rechnung → Zahlung in einem Tool wollen.

    Time Doctor

    Time Doctor geht über Zeiterfassung hinaus – in Richtung Workforce Analytics und Monitoring.

    Kernfeatures:

    • Timer in Monday + paralleles Activity Tracking
    • Screenshots und Maus/Tastatur-Tracking
    • Web & App Usage Reports
    • Automatische Idle-Erkennung
    • Payroll-Funktion: Löhne berechnen, Zahlungen auslösen

    Pricing: Basic: ~$8/User | Standard: ~$10/User | Premium: ~$20/User (monatlich).

    Achtung: Time Doctor ist sehr überwachungsintensiv. Für Teams mit vertrauensbasierter Kultur ist das in der Regel kein Match. Einsatzgebiet: Remote-Teams, Outsourcing-Firmen, Callcenter.

    Workstatus

    Workstatus ist eine All-in-One-Plattform mit GPS-Tracking, Schichtplanung und Monitoring – eher eine monday-Alternative als eine Ergänzung.

    Kernfeatures:

    • GPS-Standort + Selfie bei Start (Außendienst)
    • Shift Planning: Schichtzuweisung, Überstundenerfassung
    • Stealth Mode: Verdecktes oder sichtbares Tracking
    • Real-time Dashboard: Wer arbeitet woran, Aktivitätsscore

    Pricing: Ab ca. $2.40/User/Monat (jährlich). Sehr günstig, aber kein direktes monday-Addon.

    Einordnung: Eher für Unternehmen, die eine Komplettlösung mit starkem Überwachungsfokus suchen – nicht für den Einsatz parallel zu monday.

    Vergleichstabelle: Features und Integrationen

    Lösung Timer in monday Reports & Dashboards Budgets & Billing Multi-Tool-Support DSGVO-Hosting
    monday nativ Basis
    Tracket Basis ❌ (nur monday) ✅ (EU)
    7pace ✅ (Azure DevOps, Jira) ✅ (DE)
    Clockify Via Extension ✅ (ab Pro) ✅ (50+ Apps) ✅ (EU wählbar)
    Everhour Via Extension ✅ (6+ PM-Tools)
    TMetric Via Extension ✅ (50+ Apps) ✅ (EU)
    Harvest Via Extension ✅ (inkl. Invoicing)
    Time Doctor Via Plugin ✅ (ISO27001)
    Workstatus Limitiert

    Preisvergleich auf einen Blick

    Lösung Free-Tier Einstiegspreis pro User/Monat Bemerkung
    monday nativ ~$19 (Pro-Plan nötig) Alle Nutzer zahlen
    Tracket 14 Tage Test ~$5–6 Gestaffelt nach Account-Größe
    7pace ~$4/User Ab $12/Monat für 3 User
    Clockify ✅ Unbegrenzt $0 (Free) / $3.99 (Basic) Free reicht oft aus
    Everhour 14 Tage Test $8.50 (jährlich) Nur Tracker zahlen
    TMetric ✅ (5 User) $4.17 (jährlich) Viel Feature für wenig Geld
    Harvest ✅ (1 User) $12 Kein gestuftes Feature-Modell
    Time Doctor ~$8 Inkl. Monitoring
    Workstatus 14 Tage Test ~$2.40 Sehr günstig

    (Preise in USD, Stand 2026. Lokale Steuern nicht eingerechnet.)

    Neu: monday Vibe – Custom Time Tracking bauen

    Seit 2025 gibt es mit monday Vibe eine komplett neue Möglichkeit: Ihr könnt euch eure eigene Zeiterfassungslösung direkt in monday.com bauen – als Custom View, Dashboard-Widget oder vollständige App.

    monday Vibe ist die Vibe-Coding-Plattform innerhalb von monday.com. Du beschreibst, was du brauchst, und die KI generiert eine funktionierende App, die direkt in deinem monday-Workspace läuft.

    Was damit möglich ist

    • Maßgeschneiderte Timer-Views – exakt so, wie euer Team sie braucht
    • Custom Dashboards – Auswertungen, die keine Standard-App bietet
    • Eigene Approval-Workflows – Stundenzettel-Freigaben nach euren Regeln
    • Integration mit euren Daten – direkt verbunden mit monday-Boards, Spalten und Automationen

    Wann Vibe Sinn macht

    monday Vibe ist kein Ersatz für ausgereifte Apps wie Tracket oder Everhour – zumindest noch nicht. Aber es ist perfekt für spezifische Anforderungen, die keine Standard-App abdeckt:

    • Ihr braucht eine Zeiterfassung, die exakt zu eurem Workflow passt
    • Ihr wollt interne Reporting-Views, die kein Tool von der Stange bietet
    • Ihr habt Anforderungen, für die eine Custom-Entwicklung bisher zu teuer war

    Die Einstiegshürde ist niedrig, die Flexibilität enorm – und die Apps laufen direkt in monday, ohne externe Abhängigkeiten.

    Entscheidungshilfe: Welche Lösung passt?

    Ihr braucht einfaches internes Tracking

    monday nativ (wenn ihr schon Pro habt) oder Clockify Free

    Ihr braucht Stundenzettel-Freigaben in monday

    Tracket – alles bleibt in monday, professionelle Timesheets

    Ihr braucht Budgetkontrolle und Rechnungsstellung

    Everhour (wenn ihr in monday arbeiten wollt) oder Harvest (wenn ihr ein dediziertes Billing-Tool wollt)

    Ihr braucht eine zentrale Zeitplattform für mehrere Tools

    Clockify oder TMetric – beide funktionieren überall, nicht nur in monday

    Ihr braucht plattformübergreifendes Tracking inkl. Azure DevOps

    7pace – einheitliche Zeiterfassung über monday, Jira und Azure DevOps

    Ihr braucht Monitoring und Workforce Analytics

    Time Doctor – aber nur, wenn Überwachung zu eurer Kultur passt

    Ihr braucht etwas Maßgeschneidertes

    monday Vibe – baut euch exakt das, was ihr braucht

    Fazit: Es gibt keine Universallösung

    Die richtige Zeiterfassung hängt von eurer Organisation ab. Drei Fragen helfen bei der Entscheidung:

    1. Benutzerakzeptanz: Wie einfach und integriert muss es sein? (Je integrierter, desto höher die Adoption)
    2. Funktionsumfang: Braucht ihr Budgets, Rechnungen, Freigaben? (Dann reicht nativ nicht)
    3. Kosten: Wollt ihr alle auf Pro upgraden – oder zahlt ihr lieber $5/User für eine spezialisierte App?

    Die native Spalte ist ein solider Startpunkt. Marketplace-Apps wie Tracket oder Everhour lösen 90% der Anforderungen. Und für den Rest gibt es jetzt monday Vibe.


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