
Anti-McKinsey: Warum wir das Consulting-Modell umdrehen
TL;DR: „Wir drehen das Consulting-Modell um: Bauen statt beraten, Diversity statt Bro-Culture, Robin-Hood-Pricing statt Einheitstarif. Das ist kein PR – das ist unser Betriebssystem."
— Till FreitagWenn mich jemand fragt, was Till Freitag eigentlich macht
Dann sage ich meistens: „Wir sind das Anti-McKinsey der AI-Ära."
Das klingt provokant. Ist es auch. Aber es trifft den Kern besser als jede Elevator Pitch, die ich je gehört habe.
McKinsey verkauft PowerPoint-Decks für sechsstellige Summen. Wir bauen funktionierende Systeme in vier Wochen. McKinsey schickt Junior-Berater mit Senior-Tagessätzen. Bei uns arbeiten ausschließlich Leute, die selbst gebaut haben, was sie empfehlen. McKinsey optimiert Strukturen. Wir sprengen sie auf.
It's time for change
Die Unternehmensberatungs-Branche hat ein Problem. Nicht weil die Leute dort dumm wären – im Gegenteil. Sondern weil das Modell auf dem Kopf steht: Es wird belohnt, Probleme zu verlängern, statt sie zu lösen. Je länger das Projekt, desto höher der Umsatz. Je komplexer die Empfehlung, desto unentbehrlicher der Berater.
Wir glauben an das Gegenteil: Unser Erfolg misst sich daran, wie schnell ihr uns nicht mehr braucht.
Das treibt uns an. Jeden Tag. Die alten, verkrusteten Strukturen aufzubrechen – nicht mit Manifesten an Bürowänden, sondern mit funktionierendem Code, der gestern noch eine Idee auf einem Whiteboard war.
Was wir anders machen – und warum
1. Wir stellen überwiegend Frauen ein
Nicht weil es gerade trendy ist. Nicht für ein Foto auf der „Über uns"-Seite. Sondern weil die Tech-Branche ein Diversity-Problem hat, das sich nicht durch Lippenbekenntnisse löst.
In der AI- und Tech-Beratung sind Frauen massiv unterrepräsentiert. Das ist nicht nur ungerecht – es ist schlecht fürs Geschäft. Homogene Teams produzieren homogene Lösungen. Und homogene Lösungen scheitern an der Realität, die nun mal divers ist.
Deshalb ist unsere Hiring-Strategie klar: Bei gleicher Qualifikation bevorzugen wir Frauen. Wir gestalten Stellenausschreibungen so, dass sie nicht nur den stereotypischen Tech-Bro ansprechen. Wir bieten flexible Arbeitsmodelle, die mit dem echten Leben vereinbar sind – nicht mit dem LinkedIn-Lifestyle.
Das ist keine Quote. Das ist gesunder Menschenverstand.
2. Wir knöpfen bestimmten Kunden das Doppelte ab
Ja, ihr habt richtig gelesen.
Wenn ein Unternehmen zu uns kommt, dessen Werte fundamental unseren widersprechen – aber deren Geld wir trotzdem nehmen können, weil die Arbeit legal und der Auftrag machbar ist – dann machen wir das. Aber zum doppelten Preis.
Warum? Weil wir ehrlich sind. Wir sagen nicht „mit euch arbeiten wir nicht" und nehmen dann still den nächsten Kunden, der dasselbe macht. Wir sagen: „Wir machen das – aber es kostet euch mehr. Und der Aufpreis geht an Organisationen, die das Gegenteil von dem vertreten, wofür ihr steht."
Das ist kein Charity-Washing. Das ist Robin-Hood-Pricing.
3. Wir spenden Gewinne aus „fragwürdigen" Projekten
Der Aufpreis aus Punkt 2 fließt direkt an NGOs, die gegensätzliche Positionen vertreten. Ein Projekt für ein Unternehmen mit fragwürdiger Klimabilanz? Der Zusatzgewinn geht an Klimaschutz-Organisationen. Ein Auftrag aus einer Branche mit Diversity-Problem? Das Geld fließt in Förderprogramme für unterrepräsentierte Gruppen.
Wir nennen das den „Karma-Ausgleich". Kein Unternehmen ist perfekt – wir auch nicht. Aber wir können dafür sorgen, dass selbst die Arbeit, bei der wir mit den Zähnen knirschen, am Ende etwas Gutes bewirkt.
4. Menschlichkeit vor Methodik
McKinsey entscheidet nach Frameworks. MECE, 2x2-Matrix, Scoring-Modell. Alles messbar, alles absicherbar, alles austauschbar.
Wir entscheiden auch mal nach Gefühl. Wer passt ins Team? Wem vertrauen wir? Welcher Ansatz fühlt sich richtig an – auch wenn er sich nicht in eine Matrix pressen lässt?
Social Skills sind bei uns kein Soft-Skill-Beiwerk. Sie sind das erste Auswahlkriterium. Denn die besten Tools der Welt helfen nichts, wenn die Zusammenarbeit nicht stimmt. Und manchmal ist die richtige Entscheidung die, die kein Framework vorhersagt – sondern die, die jemand mit 15 Jahren Erfahrung im Bauch spürt.
Das ist kein Wohlfühl-Marketing
Ich weiß, wie das klingt. Wie eine dieser LinkedIn-Posts, die mit „Unpopular opinion:" anfangen und dann etwas sagen, dem alle zustimmen.
Aber das hier ist anders. Das hier kostet uns Geld. Das hier kostet uns Kunden. Das hier bedeutet, dass wir Bewerbern absagen, die technisch brillant sind, aber kulturell nicht passen. Das hier bedeutet, dass manche Unternehmen uns für arrogant halten.
Und genau das ist der Punkt.
Wenn deine Werte nichts kosten, sind es keine Werte. Dann sind es Slogans.
Build > Advise
Am Ende läuft alles auf einen Satz hinaus, den Till bei jedem Teammeeting wiederholt:
„Wir bauen, was Berater nur präsentieren."
Das ist keine Überheblichkeit. Das ist eine Einladung. An alle, die müde sind von Strategie-Decks ohne Umsetzung. An alle, die wissen, dass AI die Spielregeln ändert. An alle, die bereit sind, verkrustete Strukturen aufzubrechen.
Nicht morgen. Heute.
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